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Blog / 27.05.2026

Messer richtig einschleifen

Drei Tipps zum Schärfe-Erfolg mit deinem HORL® Rollschleifer

Damit deine Messer mit deinem Rollschleifer reproduzierbare Schärfe erreichen, ist das einmalige Einschleifen deiner Klingen das A und O. Die folgenden drei Tipps erklären dir, warum Geduld und der richtige Winkel wichtig sind, wie du den Grat erkennst und entfernst und welche Rolle die Stahlqualität und bisherige Pflege deines Messers spielen.

Tipp 1: Nimm dir beim Einschleifen Zeit und wähle den richtigen Winkel

Wenn du deinen HORL® Rollschleifer das erste Mal benutzt, lernt dein Messer beim ersten Schleifen zunächst den Winkel. Das einmalige Einschleifen der Klinge ist wichtig, um eine möglichst perfekte Schärfe zu erreichen und diese im Laufe der Zeit immer wieder reproduzieren zu können. Nimm dir für diesen Schritt ein wenig Zeit.

Wie lange dauert das erste Schleifen eines Messers?

Die Einschleifdauer kann nicht exakt vorausgesagt werden und kann unter anderem von Faktoren wie der Stahlqualität oder der bisherigen Pflege des Messers abhängen.

Im Schnitt braucht es fünf Minuten. Je nach Messertyp und -zustand kann der Zeitraum auch wesentlich kürzer oder etwas länger sein. Nach einmaligem Einschleifen genügen später nur wenige Bewegungen, um deinen Küchenliebling nachzuschärfen.

Den richtigen Winkel wählen: 15° vs. 20°

Der 20° Winkel: Grundsätzlich kannst du Küchenmesser jeder Qualität mit 20° schärfen. Besonders stabil gefertigte Messer eignen sich für den 20°-Winkel.

Der 20° Winkel: Grundsätzlich kannst du Küchenmesser jeder Qualität mit 20° schärfen. Besonders stabil gefertigte Messer eignen sich für den 20°-Winkel.

Der 15° Winkel: Viele Messer sind je nach Klingenzustand und Stahlqualität auch in der Lage, mit 15° eine noch feinere Schärfe zu erreichen.

Schleifst du solche robusten Klingen mit dem 15°-Winkel, können der Materialabtrag und der Zeitaufwand sehr hoch sein. Die Abbildung verdeutlicht den nötigen Materialabtrag, wenn ein bisher mit 20° geschärftes, robustes Messer auf 15° umgeschliffen wird.

So prüfst du den Fortschritt: Die Filzstift-Methode

Die Filzstift-Methode im folgenden Video hilft dir herauszufinden, ob der 15°-Winkel passt. Zudem kannst du den Fortschritt beim Einschleifen visuell überprüfen.

  1. Fahre dazu mit einem Filzstift entlang der Schneide, sodass auf beiden Seiten eine Linie zu sehen ist.

  2. Schleife dein Messer anschließend einige Minuten an jeder Seite mit dem 15° Winkel.

  3. Ist der Filzstift-Strich verschwunden, ist das Messer eingeschliffen und nun scharf.

  4. Wird die Farbe nach ein paar Minuten nicht deutlich weniger, wechsle zum 20° Winkel.

  1. Fahre dazu mit einem Filzstift entlang der Schneide, sodass auf beiden Seiten eine Linie zu sehen ist.

  2. Schleife dein Messer anschließend einige Minuten an jeder Seite mit dem 15° Winkel.

  3. Ist der Filzstift-Strich verschwunden, ist das Messer eingeschliffen und nun scharf.

  4. Wird die Farbe nach ein paar Minuten nicht deutlich weniger, wechsle zum 20° Winkel.

Tipp 2: So erkennst und entfernst du den Grat

Selbst nach gleichmäßigem Einschleifen kann ein kaum sichtbarer Grat die gewünschte Schärfe verhindern (siehe Abbildung). Ob sich ein Grat gebildet hat, erkennst du entweder optisch oder durch ein kratzendes Gefühl beim Reinigen des Messers mit einem Tuch oder Leder. Du kannst diesen mit wenigen leichten Schleifenbewegungen entfernen.

Messer mit dem Leder abziehen

Stelle für die optimale Schärfe sicher, dass das Messer gründlich gereinigt ist. Wir empfehlen dir auch, das Messer jeweils nach Benutzen der Schleif- und Abziehscheibe mit einem Tuch zu reinigen. Denn grundsätzlich gilt: Je sauberer die Schneide, desto beeindruckender die Schärfe.

Stelle für die optimale Schärfe sicher, dass das Messer gründlich gereinigt ist. Wir empfehlen dir auch, das Messer jeweils nach Benutzen der Schleif- und Abziehscheibe mit einem Tuch zu reinigen. Denn grundsätzlich gilt: Je sauberer die Schneide, desto beeindruckender die Schärfe.

Warum ist das Abziehen notwendig?

Diese Mikroskopaufnahmen zeigen, warum der letzte Schritt des Schleifprozesses so wichtig ist. Nach dem Schleifen bleiben winzige Metallrückstände (der sogenannte Grat) an der Schneide zurück. Sie sorgen dafür, dass sich das Messer kratzig anfühlt, und verhindern die eigentliche Schärfe. Erst nach dem finalen Abziehen ist die Klinge vollkommen glatt – die Grundvoraussetzung für ein wirklich scharfes Messer.

Messer mit deutlichen Schleifpartikeln =
nicht scharf

Messer mit feinem Grat = nicht scharf

Gratfreies Messer nach gründlicher Reinigung = scharf

Tipp 3: Beachte die Stahlqualität und Vorgeschichte deines Messers

Die Qualität des Stahls sowie der bisherige Gebrauch des Messers können für das Schleifergebnis eine Rolle spielen. Als Faustregel gilt: je hochwertiger der Stahl, desto beeindruckender das Schärfeergebnis. 

Der Umgang mit deinem Küchenliebling trägt zu dessen Langlebigkeit bei und kann ein Indikator für die Schleifbarkeit sein. Damit dein Messer immer wieder Profischärfe erlangt, lass es durch Beachtung der folgenden zwei Hinweise den Umgang erfahren, der ihm gebührt:

Maschinelles Schärfen

Bei maschinellen oder elektrischen Schleifmethoden können schnell hohe Temperaturen an der Klinge entstehen. Zu hohe Temperaturen beschädigen den Klingenstahl nachhaltig, sodass sich das Messer nicht mehr ideal schärfen lässt.

Spülmaschine

Salz und Hitze wirken sich bei jedem Waschgang negativ auf die Struktur deines Messerstahls aus. Eine beschädigte Stahlstruktur lässt sich nicht mehr reparieren und wirkt sich negativ auf das Ergebnis aus und das Messer kann nicht mehr geschärft werden.

Benötigst du weitere Hilfe?

Solltest du noch Fragen haben, kannst du uns über unser Kontaktformular erreichen. Beschreibe dein Anliegen einfach im Nachrichtenfeld, damit wir dir so schnell wie möglich antworten können. Unser Team hilft dir gerne dabei, das Beste aus deinen Messern herauszuholen!

Der Klassiker in Perfektion

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