

Blog / 10.06.2026
15° oder 20°?
So entscheidest du zwischen den Schleifwinkeln deines HORL® Rollschleifers
Das HORL® System bietet eine magnetische Schleiflehre mit einem 15°- und einem 20°-Winkel. Sie sorgt dafür, dass du beim Schärfen automatisch immer den exakten Winkel hältst. In dieser Anleitung erklären wir dir die Unterschiede und zeigen, welcher Schleifwinkel der richtige für deine Messer ist.
Alle Themen auf einen Blick
Was sind die Unterschiede zwischen dem 15° und 20° Winkel?

Dieser Querschnitt veranschaulicht den strukturellen Unterschied zwischen dem einzelnen Schleifwinkel und der gesamten Schneide. Wie im Folgenden erläutert wird, wirkt sich eine Veränderung dieses Winkels direkt darauf aus, wie scharf oder langlebig die Schneide deines Messers sein wird. | Illustration: HORL
Der Schleifwinkel nimmt Einfluss auf die Schärfe des Messers sowie die Schnitthaltigkeit. Unter Beachtung der Qualität des Stahls und Klingenform gilt: Je kleiner der Winkel ist, desto schärfer wird das Ergebnis. Grundsätzlich kannst du Küchenmesser jeder Qualität mit dem stabilen 20° Winkel schleifen, da sowohl filigrane als auch robuste Klingen mit diesem Schleifwinkel eine überzeugende Gebrauchsschärfe erreichen. Viele Messer sind jedoch je nach Beschaffenheit und Qualität des Stahls in der Lage, mit dem 15° Schleifwinkel eine noch feinere Schärfe zu erreichen.
15° Schleifwinkel für filigrane Schärfe

15° Schneidengeometrie | Illustration: HORL
Geeignet für: filigrane Klingen, Damastmesser, viele asiatische Küchenmesser, besonders harte Stähle mit hohem Kohlenstoffanteil
20° Schleifwinkel für stabile Schärfe

20° Schneidengeometrie | Illustration: HORL
Geeignet für: europäische Kochmesser, zähe „weichere“ Stähle, rostfreie/rostträge Stähle, stabile Klingen mit breitem Messerrücken/dicker Schneidkante, sehr stumpfe Messer, Outdoor-Messer
Wie entscheide ich, welcher Winkel zu meinem Messer passt?
1. Herstellerhinweise
In den Herstellerhinweisen findest du in der Regel eine Empfehlung hinsichtlich des Schleifwinkels zum Schärfen deines Messers. Bei den meisten Messern liegen diese zwischen einem 15° und 20° Schleifwinkel. Sollte die Empfehlung um einige Grat abweichen, ist ein einmaliges Umschleifen des Messers kein Problem.
2. Klingenform
Die Klingengeometrie liefert dir wichtige Hinweise zur Wahl des Schleifwinkels. Als Faustregel gilt: Feine Klingen erhalten mit 15° filigrane Schärfe, robusten Klingen mit stabilem Messerrücken verleiht der 20° Schleifwinkel eine stabile Schärfe.
3. Messerzustand
Wenn du dein Messer lange nicht geschliffen hast, kann ein wenig Geduld bis zur neuen Schärfe erforderlich sein. Sollte das Schärfen deutlich länger als zehn bis fünfzehn Minuten dauern, empfehlen wir dir, den 20°-Schleifwinkel zu nutzen. Bei sehr stumpfen Messern oder besonderen Härtefällen eignet sich ebenfalls unsere grobe Diamantschleifscheibe für mehr Materialabtrag.
Wie kontrolliere ich, ob der Schleifwinkel für mein Messer passt?
Die Filzstift-Methode im Video hilft dir herauszufinden, ob der 15° Winkel passt und das Messer eingeschliffen ist. Zudem kannst du den Fortschritt beim Einschleifen visuell überprüfen. Fahre dazu mit einem Filzstift entlang der Schneide, sodass auf beiden Seiten eine Linie zu sehen ist. Schleife dein Messer anschließend einige Minuten an jeder Seite mit dem 15° Schleifwinkel. Ist der Farbstrich verschwunden, ist das Messer eingeschliffen. Wird die Farbe nach ein paar Minuten nicht deutlich weniger, wechsle zum 20° Winkel. Hast du nach der Benutzung des Messers das Gefühl, dass es sehr schnell stumpf wird, könnte es sich um einen für den 15° Winkel zu zähen bzw. zu weichen Stahl handeln. Dann empfehlen wir dir mit dem 20° Winkel zu schleifen.
Benötigst du weitere Hilfe?
Solltest du noch Fragen haben, kannst du uns über unser Kontaktformular erreichen. Beschreibe dein Anliegen einfach im Nachrichtenfeld, damit wir dir so schnell wie möglich antworten können. Unser Team hilft dir gerne dabei, das Beste aus deinen Messern herauszuholen!

















